b|m orange

Tagung *GIB DIABETES KEINE CHANCE* am 12.10.2011 in Leoben


2011-07-18

Mit 120 TeilnehmerInnen war die Tagung „Gib Diabetes keine Chance“ eine besonders gelungene Veranstaltung im Rahmen der Maßnahmen zur Diabetesvorsorge der „Plattform Gesundes Leoben“


Diese  setzt sich schon seit 7 Jahren für Themen der Gesundheitsvorsorge ein. Nach Darmvorsorge, Ernährung und Suchtvorbeugung widmet sich die Plattform nun schon seit 2 Jahren dem Thema Diabetesvorsorge.
Die heutige Tagung unter dem Titel „Gib Diabetes keine Chance“ ist der Höhepunkt einer Reihe von Aktivitäten zur Diabetesvorsorge. Neben Themenwanderungen (eine Wanderung mit Sportwissenschafter und Arzt), einem „Gesundheitssackerl mit 5 Regeln für ein gesundes Le(o)ben“, das in den Leobener Schulen verteilt wurde und weiteren Informationsveranstaltungen ist es den Mitgliedern der Plattform gelungen, namhafte ReferentInnen zum Thema Diabetesvorsorge einzuladen.  


Unter dem Titel „Diabetes Mellitus – die Zuckerkrankheit, eine Erkrankung unserer Zeit? Die „Seuche“ und Herausforderung dieses Jahrhunderts.“ ließ  OA Dr. Silvester Berger, bekannter Diabetescoach und stellvertretender ärztlicher Leiter des Rehab-Zentrums in Aflenz, mit erschreckenden Zahlen aufhorchen.
Zurzeit gibt es in Österreich 640 000 DiabetikerInnen und eine fast ebenso hohe Zahl an nichtdiagnostizierten DiabetikerInnn. Weitere 1,3 Mio. ÖsterreicherInnen befinden sich in „Diabetes-Vorstufen“. Bei einer 10% Steigerung der Erkrankungen pro Jahr ist das Szenario für die Zukunft dramatisch. Ohne entsprechende Vorsorge ist mit einer enormen Kostenexplosion zu rechnen.
 


Vor allem der Typ-2-Diabetes wird zunehmen. Die Entwicklung der Krankheit wird durch ungesunde Lebensgewohnheiten erheblich verstärkt. Zu fettes Essen und zu wenig Bewegung führen dazu, dass die Wirkung des körpereigenen Insulins bei den Betroffenen immer geringer wird. In der Frühphase des Typ 2-Diabetes besteht deshalb die Chance, durch Gewichtsreduktion und regelmäßige Bewegung die Wirksamkeit des Insulins wieder deutlich zu verbessern.
„Bewegung als Medizin“ betont auch Univ. Prof. Dr. Peter Hofmann vom Zentrum f. Bewegungswissenschaften & sportmedizinische Forschung in Graz als wichtige vorbeugende Maßnahme von Diabetes.
In seinem Vortrag mit dem Titel „Metabolisches Syndrom, Diabetes, körperliche Aktivität, Bewegung und Sport“ zeigte er dasAusmaß des Problems sowie die Zusammenhänge mit Bewegungsmangel und die positiven Effekte von körperlicher Aktivität und Training und Sport auf.
Es geht nicht darum Leistungssport zu betreiben sondern um körperliche Aktivität – Hauptziel ist es, zumindest 30 Minuten am Tag körperlich aktiv zu sein (Empfehlung der Fachgesellschaften). Hilfreich ist es auch eine Aktivität zu wählen, die einem Spaß macht und die man leicht und oft anwenden kann.
 


Die anschließende Podiumsdiskussion im zweiten Teil des Vormittags wurde mit weiteren prominenten Gästen besetzt . Die beiden Fachärzte des Landeskrankenhauses Leoben,  OA. Dr. Viktor Wutzl – Facharzt für Innere Medizin und OA. Dr. Regina Paier – Fachärtzin für Kinder-und Jugendheilkunde berichten von ihrem Berufsalltag und standen, wie auch die beiden Hauptreferenten,  für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. 


Moderiert wurde die Tagung von Dr. Rauschenberger, Allgemeinmediziner in Leoben, der unter anderem mit einer humorigen Einlage auf das Thema aufmerksam machte. Dr. Rauschenberger betont als Mitglied der Plattform Gesundes Leoben die Wichtigkeit einer Bewusstseinsbildung zum Thema Diabetes, da er in der eigenen Praxis auf das Thema immer wieder stößt. 


Waltraut Hladny von der Plattform Gesundes Leoben, die mit ihrem Team die Tagung organisiert hat, freute sich sehr über die gut besuchte Tagung und das große Interesse der TeilnehmerInnen am Thema.


 


5_DSC_0023.JPG

5_DSC_0011.JPG

5_Logo_Diabetes LOGO.jpg

5_Logo MSD Diab. Kongress.jpg
www.msd.at

5_Takeda+Logo+Neu+Transparent+.JPG
www.takeda.at