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WS8: Interdisziplinarität in der sozialwissenschaftlichen Suchtforschung

Univ.Prof. Dr. Peter GASSER-STEINER, Universität Graz, Inst. für Soziologie | Mag.a Karina FERNANDEZ (Institut für Soziologie der Universität Graz)


2010-05-11

Zielgruppe:
Offen für alle Zielgruppen.


Zum Workshop:
Im Zuge des Workshops werden folgenden Themen und Fragestellungen behandelt:



  • Welche (Transfer)Modelle sozialwissenschaftlicher Suchtforschung gibt es – in Deutschland, in Österreich, in der Steiermark?
  • Welche Strukturen braucht es in Österreich / in der Steiermark, um diesen Bereich ausbauen bzw.
    besser nutzen zu können?

Anhand ausgewählter (internationaler) Beispiele der Epidemiologie von Abhängigkeitserkrankungen, der Feldforschung von "randständigen" Jugendszenen und Drogenszenen, der Evaluation von Beratungs- und Behandlungseinrichtungen (insbesondere von Drogenkonsumräumen) und der Suchtforschung soll die Vielfalt von Forschungsansätzen anschaulich gemacht werden.
Weiters soll an methodischen Aspekten konkreter Forschungsthemen der Teilnehmenden (so vorhanden) gearbeitet werden.


Der Akzent der Darstellung liegt dabei auf der Vielfalt der methodischen Möglichkeiten, von denen selten Gebrauch gemacht wird



  • Methodendualismus der qualitativen und quantitativen Forschung - zwei vereinbare / unvereinbare Philosophien?
  • Gibt es für jedes Problem (nur) eine geeignete Forschungsmethode (methodologischer Essentialismus)?
  • Möglichkeiten bzw. Schwierigkeiten der Integration von Forschungsansätzen und den daraus resultierenden Ergebnissen (Modelle der Triangulation)
  • Möglichkeiten bzw. Schwierigkeiten der Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen auf lokale Verhältnisse (Konkretion- Abstraktionsdilemma nach Th. Hermann)
  • Kritik an der "deklamatorischen Interdisziplinarität", der oft Sprachverwirrung, Inkommensurabilität und Unverständnis für die "fremde" disziplinäre Orientierung gegenübersteht



Zu den Personen:


Univ.Prof. Dr. Peter GASSER-STEINER
Geboren 1948 in Graz; Studium der Psychologie, Soziologie und Medizin; 1987 Dr. phil. (Dissertation: "Belastende Lebensereignisse, chronische Belastungen und soziale Unterstützung vor dem Infarkt. Ein retrospektiver Vergleich von Infarktpatienten und Kontrollprobanden."); 1973-77: wiss. Hilfskraft bzw. Studienassistent am Institut für Soziologie KFU-Graz; 1981-88: Mitarbeit an Forschungsprojekten zur Medizinerausbildung, Aids, Evaluation von Arbeitsmarktförderungsmaßnahmen; freiberufliche Tätigkeit in verschiedenen Herz/Kreislauf-Rehabilitationszentren im Rahmen der klinischen Psychologie; Tätigkeit im Amt für Wohnungsangelegenheiten des Magistrat Graz; 1989 - 1991: Univ. Ass. am Institut für Sozialmedizin der KFU-Graz; seit 1991 Univ. Ass. am Institut für Soziologie der KFU-Graz. (Abteilung: Allgemeine Soziologie und Sozialforschung); 1998 "venia legendi" für das Fach Soziologie mit der Habilitationsschrift "Jugendlicher Drogenkonsum und Drogenaffinität. Epidemiologische Befunde und sozialwissenschaftliche Modelle zur Verbreitung des Konsums illegaler Drogen in der Steiermark."
Forschung / Arbeitsschwerpunkte:
Jugendsoziologie (Drogenkonsum, Drogenaffinität), Medizinsoziologie, Sozialepidemiologie, Stadtsoziologie, Methoden der empirischen Sozialforschung.


Kontakt: Univ.Prof. Dr. Peter GASSER-STEINER, Institut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Universitätsstrasse 15/G4, E: peter.gasser-steiner@uni-graz.at

Mag.a Karina FERNANDEZ
Mag.a Karina Fernandez schreibt ihre Dissertation über Jugendszenen am Institut für Soziologie der Karl-Franzens-Universität Graz, wo sie auch als Lektorin tätig ist. Hauptberuflich arbeitet sie bei VIVID der steirischen Fachstelle für Suchtprävention als Sozialforscherin.

Kontakt: Mag.a Karina FernandezInstitut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Universitätsstrasse 15/G4, karina.fernandez@uni-graz.at


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